Category: Gesellschaft

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Entschlacken: Frühjahrsputz für das Körperinnere

Während Naturheilkundler auf das regelmäßige Entschlacken des Körpers schwören, halten es viele Schulmediziner und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) für unsinnig und überflüssig. Aber wer von beiden Seiten hat nun recht und wie geht so ein „Frühjahrsputz von innen“ eigentlich?

Was ist Entschlackung?

Beim Entschlacken beziehungsweise Entgiften scheidet der Körper Giftstoffe sowie Stoffwechselprodukte aus. So sollen Ansammlungen von Umweltgiften, diversen Schadstoffen und andere Rückstände minimiert werden. Ein weiterer positiver Aspekt besteht in der Entlastung des Körpers. Zudem unterstützt eine Entschlackung laut ihrer Befürworter die Selbstheilungskräfte.

Auf die richtige Ernährung kommt es an

Hat man den Entschluss gefasst, seinem Körper eine innere Reinigung zu gönnen, müssen zunächst einige Punkte in Sachen Ernährung beachtet werden. Während der Entschlackungsphase gehören vorwiegend frische Zutaten wie Brennnesseln, Löwenzahnblätter oder Sauerampfer auf den Speiseplan. Zum Neutralisieren von Säuren und Giften müssen ausreichend Mineralstoffe aufgenommen werden. Ist das über die Ernährung nicht möglich, bieten sich entsprechende Nahrungsergänzungsmittel an.

Ein wichtiger Faktor beim Entschlacken ist auch das Trinken. Am Tag sollten drei Liter Wasser oder wahlweise Kräutertee konsumiert werden. Während der Entschlackung ist der Verzicht auf Alkohol, Zigaretten und Süßigkeiten von großer Bedeutung. Um den Körper zu befreien und zusätzlich den Kreislauf in Schwung zu bringen, bieten sich Wechselduschen, Saunagänge oder Yoga an. Viel Bewegung und wenig Stress sollten den Alltag in dieser Phase bestimmen.

Viele unterschiedliche Methoden zum Entschlacken

Die entsprechende Ernährung ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Es gibt diverse spezielle Methoden und Kuren, die zur Entschlackung des Körpers eingesetzt werden können. Durch die zum Teil sehr unterschiedlichen Arten findet eigentlich jeder seine passende Entschlackungsmethode. Eine der bekanntesten Möglichkeiten ist das Heilfasten, welches auf verschiedene Weisen praktiziert werden kann. Der Einsatz von Säften aus Gemüse und Obst ist beispielsweise die Basis beim Saftfasten.

Die Basendiät gehört zu den sehr sanften Methoden der Entschlackung. Hier steht die Regulierung des Säure-Basenhaushalts im Vordergrund und es muss nicht gehungert werden. Über den Zeitraum von zwei Wochen nehmen Teilnehmer einer Basendiät vorwiegend basenreiche Lebensmittel zu sich. Einfach umsetzbar und sehr beliebt ist die Variante mit Schlüsslersalzen. Sie bringt den Mineralstoffhaushalt wieder ins Gleichgewicht und lässt sich simpel zu Hause anwenden.

Den Körper mithilfe von Spurenelementen, Algen und Mineralstoffe zu entgiften ist das Grundprinzip der mediterranen Thalasso-Therapie. Bei dieser Kur kommen Meerwasser-Trinkkuren, Algenpräparate sowie Schlickbäder als Ergänzung zur Nahrung zum Einsatz. Die Liste der Methoden ließe sich noch weiter fortsetzen. Zudem nutzen viele Leute heute spezielle Detoxmittel oder Produkte zur Durchführung einer Darmreinigungskur, wenn es um das Thema Entschlackung geht.

Bringt eine Entschlackung dem Körper wirklich etwas?

Weil die positiven Eigenschaften wissenschaftlich nicht ausreichend zu belegen seien, halten Fachleute das Entschlacken und Entgiften für überflüssig. Überzeugte Anwender hingegen berichten von Schmerzlinderung, besserem Schlaf und eine deutliche Verbesserung bei Allergien. Das Körpergefühl wird allgemein als verbessert wahrgenommen. Einige Menschen können sogar eine leichte Gewichtsabnahme nach einer Entschlackung verbuchen und das Konzentrationsvermögen wird als höher empfunden. Ein Körper, bei dem alle Organe einwandfrei funktionieren, muss nicht entschlackt werden.

Trotzdem wird in der Naturheilkunde Entschlackung als vorbeugende und unterstützenden Maßnahme empfohlen. Alle diese Methoden basieren auf natürliche Mittel und können somit nicht schaden. Ein wichtiger Vorteil, der Skeptiker dazu ermutigen sollte, es einfach einmal auszuprobieren. Nur dann wird man für sich selber feststellen, ob einen eher die Argumente der Mediziner oder die der Naturheilkundler überzeugen.

Rentner

Wie erkennt man eine Depression im Alter?

Der Mensch entwickelt im fortgeschrittenen Alter nicht selten eine Depression. Diese treten besonders häufig während des Rentnerdaseins auf. Das kann verschiedene Ursachen haben. Was zuerst sehnsüchtig erwartet wird, stellt sich mit Erreichen des Ziels als große Leere heraus. Es entsteht

  • das Gefühl der Nutzlosigkeit,
  • eine große Langeweile und
  • die große Einsamkeit.

Die Depression im Alter ist nicht gleich zu erkennen und ernst zu nehmen Oft funktioniert es nicht mehr, alleine wieder heraus zu kommen. Wege aus der Depression führen in einigen Fällen nur noch mit professioneller Hilfe heraus. Es kann aber auch dem älteren Menschen gelingen, es gar nicht erst zu einer Depression kommen zu lassen. Hierfür gibt es einige Möglichkeiten, um beim Aufkommen von häufiger Traurigkeit ein Ventil zu finden.

Einfach nur traurig oder schon depressiv?

Manchmal hilft es, eine neue Beschäftigung zu finden, die auch ohne berufliche Herausforderung richtig Freude bereitet und Schwung verleiht. Der Neurentner sollte sich fragen, was er schon immer gerne tun wollte. Noch besser ist es, wenn er sich bereits vor dem Ausscheiden aus dem Berufsleben hierüber Gedanken macht. Vielleicht kann ein früheres Hobby wieder in Angriff genommen werden oder es wird eine schöne Reise geplant. Es kann aber unter Umständen schon helfen, unter Menschen zu gehen, einen Kurs an der Volkshochschule zu belegen oder einem Verein beizutreten.

Wege aus der Depression

Am Leben aktiv teilzunehmen, stellt gerade für ältere Menschen oftmals ein Problem dar. Sie halten sich nur noch in ihren eigenen vier Wänden auf und warten darauf, Besuch zu bekommen. Kein Wunder, dass auf diese Weise das Leben für sie nicht mehr viel zu bieten hat. Wenn der ältere Mensch oder ein Angehöriger erkennt, dass es sich tatsächlich um eine dauerhafte Traurigkeit und das Gefühl von Sinnlosigkeit handelt, hilft nur noch der Rat eines Spezialisten. Dieser kann eine Depression im Alter diagnostizieren und weiß, welche Auswege es gibt, um wieder ein liebenswertes und erfülltes Leben zu führen.